Flötenspieler
Werwolf-Rolle · Spielt für sich allein
Der Flötenspieler spielt für niemanden als für sich. Jede Nacht verzaubert er zwei Mitspieler mit seiner Melodie. Die Verzauberten erwachen danach kurz und erkennen einander, wissen aber nicht, wer spielt. Sind alle anderen Lebenden verzaubert, gewinnt der Flötenspieler allein.
Der Flötenspieler ist als Letzter dran, nach der Hexe. Gleich danach erwachen die Verzauberten und erkennen sich.
So klingt es bei Wolfrunde – Aufruf in der Nacht, gesprochen von Leopold:
Der Flötenspieler erwacht. Irgendwo im Dorf setzt eine Melodie ein, die niemand gerufen hat.
So funktioniert der Flötenspieler
Der Flötenspieler ist eine dritte Partei. Er gewinnt weder mit dem Dorf noch mit den Wölfen, sondern allein. Jede Nacht wählt er zwei Mitspieler, nie sich selbst und nie jemanden zweimal. Die beiden sind verzaubert. Gleich darauf erwachen alle Verzauberten kurz und sehen einander; online zeigt ihnen der Erzähler die Namen, am Tisch öffnen sie die Augen. Wer der Flötenspieler ist, erfahren sie nicht.
Verzauberte spielen ihre Rolle normal weiter. Der Zauber nimmt ihnen nichts, außer am Ende den Sieg: Sind alle anderen Lebenden verzaubert, ist die Partie zu Ende, und der Flötenspieler hat gewonnen. Sind nur noch wenige übrig, verzaubert er auch nur noch einen.
Der Flötenspieler kann von beiden Seiten getötet werden: nachts von den Wölfen, tagsüber am Galgen, durch Gift, durch den Schuss des Jägers. Stirbt er, endet der Zauber, und die Partie läuft zwischen Dorf und Rudel weiter. Am Tag stimmt er mit wie jeder andere. Für die Frage, ob die Wölfe schon in der Mehrheit sind, zählt er zum Dorf.
Wann der Flötenspieler sich lohnt
Eine dritte Partei braucht Platz und Zeit: Bei Wolfrunde gibt es den Flötenspieler ab acht Spielern, und die Voreinstellung „Drei Parteien" stellt ihn ab elf Spielern mit Seherin, Hexe, Hauptmann, Leibwächter und Jäger zusammen. Nur eine Rolle mit eigenem Sieg sollte am Tisch sein; Flötenspieler, Engel und Weißer Wolf zusammen machen den Ausgang beliebig.
Taktik für den Flötenspieler
Du hast zwei Gegner, und keiner darf dich bemerken. Verzaubere zuerst die Stillen, denn ein Verzauberter, der laut wird und nach dem Flötenspieler sucht, lenkt das Dorf auf deine Spur. Halte das Gleichgewicht: Solange Dorf und Wölfe sich gegenseitig verdächtigen, hat niemand Zeit für dich. Und rechne mit: Stirbt in der Nacht ein Unverzauberter, bist du dem Sieg näher als am Tag, wenn ein Verzauberter am Galgen hängt.
Als Verzauberter: Ihr kennt euch, und ihr wisst, dass der Flötenspieler nicht unter euch ist. Das ist eine Liste von Unschuldigen, jedenfalls in dieser Sache. Wer bei den Verzauberten nie auftaucht, ist der Spieler, den ihr sucht.
Häufige Fragen
Wann gewinnt der Flötenspieler?
Sobald alle anderen Lebenden verzaubert sind. Dann endet die Partie sofort, und er gewinnt allein.
Wissen die Verzauberten, wer der Flötenspieler ist?
Nein. Sie erkennen einander, nicht ihn. Aber sie wissen, dass er nicht unter ihnen ist.
Verlieren Verzauberte ihre Fähigkeiten?
Nein. Eine verzauberte Seherin sieht weiter, ein verzauberter Wolf jagt weiter. Der Zauber nimmt nur den Sieg, wenn der Flötenspieler alle hat.
Was passiert, wenn der Flötenspieler stirbt?
Der Zauber endet, und die Partie geht zwischen Dorf und Werwölfen weiter. Niemand gewinnt durch seinen Tod.
Ab wie vielen Spielern gibt es den Flötenspieler?
Ab acht Spielern. Bei weniger blendet Wolfrunde die Rolle in der Auswahl aus.
Flötenspieler selbst spielen? Bei Wolfrunde führt ein gesprochener Erzähler durch die Nacht und ruft jede Rolle mit Namen auf – online mit Sprachchat oder am Tisch mit einem Handy in der Mitte, kostenlos und ohne Download. Alle Rollen und der Ablauf einer Partie stehen in den Werwolf-Spielregeln.
Dieb
Grenzgänger
Findelkind
Schwestern
Amor
Brüder
Leibwächter
Denunziant
Werwolf
Urwolf
Leitwolf
Weißer Wolf
Mädchen
Seherin
Fuchs
Hundeführer
Hexe
Magd
Dorfbewohner
Jäger
Ältester
Sündenbock
Hauptmann
Dorfnarr
Ritter
Engel
Richter