Werwolf mit der Klasse und großen Gruppen spielen
Klassenfahrt, Projekttag, Vertretungsstunde, Freizeit oder Gruppenstunde: Werwolf funktioniert mit zwanzig, dreißig oder vierzig Leuten, wenn einer die Runde leitet. Bei Wolfrunde übernimmt ein einziges Gerät das Erzählen mit gesprochener Stimme. Du als Lehrkraft, Teamerin oder Gruppenleiter hältst es in der Hand, tippst ein, was die Gruppe nachts entscheidet, und bestimmst das Tempo. Ohne Konten, ohne Download, im Browser.
Wofür es gedacht ist
- Schule: Klassenfahrt, Projekttag, Vertretungsstunde, die letzte Stunde vor den Ferien.
- Jugendarbeit: Gruppenstunde, Jugendfreizeit, Zeltlager, Konfirmanden- und Firmwochenende.
- Alles mit vielen Leuten: Ferienlager, Vereinsfahrt, Ausbildungsgruppe, Kennenlerntage.
Werwolf ist dabei mehr als Zeitvertreib: Die Gruppe muss zuhören, argumentieren, Verdacht begründen und am Ende gemeinsam entscheiden. Und auch die Ruhigen kommen dran, denn jeder kann jederzeit verdächtigt werden.
So läuft eine Runde mit Spielleiter
- Eröffnen. Auf wolfrunde.de „Tischrunde eröffnen" antippen, „Ein Gerät" wählen und als Nachtart „Spielleiter". Dann die Namen der Gruppe eintragen, in Sitzreihenfolge. Dich selbst trägst du nicht ein, du spielst nicht mit.
- Karten austeilen. Das Gerät geht einmal reihum. Jeder hält den Knopf gedrückt, sieht seine Rolle und gibt weiter. Danach kommt es zu dir zurück und bleibt bei dir.
- Nacht. Alle schließen die Augen. Der Erzähler ruft eine Rolle auf, etwa die Werwölfe oder die Seherin. Wer gerufen ist, öffnet die Augen und antwortet dir still mit einem Zeichen. Du tippst die Wahl ein. Was die gerufene Rolle tun soll, steht nur auf deinem Bildschirm, nicht in der Ansage.
- Morgen. Der Erzähler weckt das Dorf und verkündet, wer die Nacht nicht überlebt hat.
- Tag. Die Gruppe berät, dann wird per Handzeichen abgestimmt; du tippst die Zählung ein. Wer ausscheidet, dessen Rolle wird aufgedeckt, und er schaut ab jetzt zu.
- Weiter, bis eine Seite gewinnt. Dorf oder Werwölfe. Der Erzähler sagt das Ende an.
Das Tempo gibst du vor. Jeder Nachtschritt, jede Szene und die Beratung enden erst, wenn du „weiter" tippst. Eine lebhafte Diskussion musst du nicht abwürgen, eine stockende nicht aussitzen.
Warum ein Spielleiter, wenn die App erzählt?
In einer kleinen Runde braucht Wolfrunde keinen Spielleiter: Das Gerät liegt in der Mitte, und wer gerufen wird, holt es sich. Mit dreißig Leuten geht das nicht mehr, das Gerät käme nie rechtzeitig an. Deshalb bleibt es bei einer Person. Was ihr die App abnimmt, ist alles andere:
- Erzählen. Fünf vertonte Erzähler rufen die Rollen auf, sagen die Namen und verkünden die Toten. Niemand muss vorlesen oder sich Formulierungen ausdenken.
- Den Überblick. Du siehst auf deinem Bildschirm alle Rollen und wer noch lebt. Kein Zettel, keine Strichliste.
- Die Regeln. Was eine Rolle darf, wann die Hexe dran ist, was bei Gleichstand passiert, das regelt das Gerät. Du musst keine Rolle auswendig kennen.
- Die Werwölfe. Ihre Zahl richtet sich von selbst nach der Gruppengröße: einer je vier Spieler, bei vierzig sind es acht.
Was ihr braucht
- Ein Handy oder Tablet mit Browser und Internetverbindung, WLAN oder Mobilfunk. Nichts wird installiert.
- Einen Lautsprecher. Der Erzähler muss den ganzen Raum erreichen. Ein Bluetooth-Lautsprecher reicht.
- Einen Stuhlkreis. Am besten sitzen alle so, dass sie sich sehen. Die Sitzreihenfolge im Gerät hilft beim Austeilen der Karten.
- 3 bis 40 Spieler. Ab etwa acht wird es richtig spannend, nach oben ist bei vierzig Schluss.
Nicht über den Beamer: Dein Bildschirm zeigt alle Rollen. Er gehört in deine Hand, nicht an die Wand.
Datenschutz: keine Konten für die Gruppe
Die Tischrunde mit einem Gerät läuft ohne Anmeldung. Niemand aus der Gruppe braucht ein Konto, eine E-Mail-Adresse oder eine App. Eingetragen werden nur die Namen, unter denen ihr spielt, und dafür reichen Vornamen oder Spitznamen. Auf den Handys der Schülerinnen und Schüler passiert nichts, gespielt wird nur auf deinem Gerät.
Rollen für große Gruppen
Für den Anfang reichen Werwölfe, Dorfbewohner und die Seherin. Wenn die Gruppe das Prinzip kennt, kommen Hexe, Jäger und Amor dazu, später mehr. Welche Rollen bei welcher Spielerzahl gut zusammenpassen, steht unter Werwolf-Rollen nach Spielerzahl; alle Rollen mit Hörbeispiel unter Alle Rollen.
Häufige Fragen
Was, wenn nicht alle die Augen zulassen?
Bewährt hat sich: Kopf auf den Tisch oder die Knie, Arme darüber. Wer gerufen wird, hebt nur den Kopf. Ein leises Summen oder Klopfen der ganzen Gruppe während der Nacht überdeckt außerdem, wer sich gerade bewegt.
Was machen die, die früh ausscheiden?
Ihre Rolle wird aufgedeckt, und sie schauen ab dann zu, ohne mitzureden. Wer mag, lässt sie nachts die Augen offen halten: Zu sehen, wer die Werwölfe sind, ist für viele der spannendste Teil. Bei sehr großen Gruppen lohnt es sich, nach einer Runde gleich eine zweite zu beginnen.
Brauchen die Schülerinnen und Schüler ein Konto oder ein eigenes Handy?
Nein. Mit Spielleiter läuft alles über ein einziges Gerät, das du in der Hand hast. Niemand meldet sich an, niemand installiert etwas.
Ich habe mich vertippt. Kann ich das zurücknehmen?
Ja. Im Menü gibt es „Nacht neu beginnen", dann springt die laufende Nacht an ihren Anfang zurück, und die Rollen werden noch einmal aufgerufen.
Und mit einer kleinen Gruppe?
Dann braucht es keinen Spielleiter. Das Gerät liegt in der Mitte, und wer aufgerufen wird, holt es sich. Wie das geht, steht unter „Werwolf am Tisch mit einem Handy spielen".
Gleich ausprobieren? Auf der Startseite „Tischrunde eröffnen" antippen, Nachtart „Spielleiter" wählen, Namen eintragen. Eine Probe mit drei, vier Namen dauert fünf Minuten, dann kennst du jeden Knopf, bevor die Klasse im Raum ist. Kleine Runden ohne Spielleiter beschreibt Werwolf am Tisch mit einem Handy, die Regeln stehen in den Werwolf-Spielregeln.