Werwolf am Tisch mit einem Handy spielen

Ihr sitzt zusammen, habt aber keine Karten dabei und niemand will Spielleiter sein? Ein einziges Handy in der Mitte reicht. Bei Wolfrunde ist das Gerät der Erzähler: Es teilt die Rollen aus, ruft nachts jede Rolle mit gesprochener Stimme auf, verkündet am Morgen die Toten und leitet die Abstimmung. Ohne Konto, ohne Download, im Browser, ab 3 Spielern.

Eine Runde sitzt am Tisch, in der Mitte liegt ein Handy als Erzähler

So läuft ein Abend mit einem Gerät

  1. Eröffnen. Einer öffnet wolfrunde.de auf dem Handy oder Tablet und tippt auf „Tischrunde eröffnen". Er trägt die Namen aller Mitspieler in Sitzreihenfolge im Uhrzeigersinn ein, wählt die Rollen und die Zeiten. Das dauert eine Minute.
  2. Karten austeilen. Das Gerät geht reihum. Der Erzähler sagt, wer als Nächster dran ist. Die eigene Rolle erscheint erst, wenn man den Knopf gedrückt hält, ein Tipp im Vorbeigehen zeigt nichts. Dann weitergeben.
  3. Nacht. Das Handy liegt in der Mitte. Alle schließen die Augen. Der Erzähler ruft eine Rolle auf, etwa „Die Seherin erwacht". Nur sie öffnet die Augen, nimmt sich das Gerät, handelt und legt es zurück. So geht es durch alle Rollen bis zur Hexe.
  4. Morgen. Der Erzähler weckt das Dorf und verkündet, wer die Nacht nicht überlebt hat, mit Namen.
  5. Tag. Ihr redet. Eine Sonnenuhr auf dem Schirm zeigt, wie viel Beratungszeit bleibt. Dann wird abgestimmt: per Handzeichen, der Gastgeber tippt die Zählung ein, oder geheim, indem das Gerät noch einmal reihum geht.
  6. Urteil und weiter. Galgen, letzter Schuss des Jägers, nächste Nacht, bis eine Seite gewonnen hat. Der Erzähler sagt das Ende an.

Zwei Arten, die Nacht zu spielen

Nicht jede Runde kann verlässlich die Augen schließen, in einer Schulklasse etwa oder mit Kindern. Deshalb gibt es zwei Nachtarten.

„Augen zu"„Reihum"
Wie im Kartenspiel: Alle schließen die Augen, der Erzähler ruft eine Rolle, nur sie holt sich das Gerät aus der Mitte. Jeder Schritt dauert gleich lang, auch tote Rollen werden weiter aufgerufen, damit die Dauer nichts verrät. Niemand schließt die Augen. Das Gerät wandert jede Nacht im Uhrzeigersinn durch alle Hände, jeder hält es gleich lang. Wer eine Rolle hat, handelt; wer nichts zu tun hat, notiert einen Verdacht. So sieht jeder Griff gleich aus.

Bei „Reihum" gibt es eine zweite Runde, wenn die Hexe mitspielt: Sie muss wissen, wen die Wölfe gewählt haben, bevor sie heilt oder vergiftet.

Was der Erzähler mit Stimme anders macht

Werwolf-Apps, die den Spielleiter ersetzen, gibt es einige. Die meisten zeigen Text an, den einer vorlesen muss, und dann sitzt doch wieder jemand außerhalb des Spiels. Bei Wolfrunde spricht das Gerät. Fünf vertonte Erzähler stehen zur Wahl, Jutta, Leopold, Konrad, Mechthild und Hedda. Sie rufen die Rollen auf, sagen die Namen der Mitspieler, verkünden die Toten und erklären nebenbei die Bedienung. Jede Szene liegt in zwanzig Textfassungen vor, damit sich kein Abend gleich anhört. Alle am Tisch spielen mit, niemand liest vor.

Wie sich das anhört, steht auf jeder Seite unter Alle Rollen: Dort gibt es zu jeder Rolle ein Hörbeispiel des Aufrufs in der Nacht.

Was ihr braucht

Und wenn jeder ein Handy hat?

Dann gibt es die zweite Tischvariante, „Jeder sein Gerät": Der Gastgeber eröffnet die Runde, die anderen scannen einen QR-Code oder tippen den Raumcode ein und geben nur einen Namen an. Ein Gerät ist der Sprecher, es spricht und spielt Musik, alle anderen bleiben stumm. Nachts und bei der Abstimmung tippt jeder für sich auf dem eigenen Handy, geredet wird am Tisch. Die Rollen sieht jeder nur auf seinem Schirm, weitergeben entfällt.

Und wenn ihr gar nicht am selben Ort seid, spielt ihr online, jeder an seinem Gerät, mit Sprachchat. Das ist die dritte Spielart, die ein Konto braucht.

Häufige Fragen

Kann man Werwolf ohne Karten spielen?

Ja. Bei Wolfrunde übernimmt das Handy das Austeilen: Es geht reihum, und jeder sieht seine Rolle nur, solange er den Knopf gedrückt hält. Karten, Spielleiter und Regelheft entfallen.

Wie viele Spieler braucht man am Tisch?

Mindestens 3, höchstens 14. Ab 6 Spielern kommen Seherin, Hexe und Jäger richtig zur Geltung; die Zahl der Werwölfe setzt das Gerät von selbst, bis 7 Spieler einen, bis 11 zwei, darüber drei.

Braucht man ein Konto oder eine App?

Nein. Die Tischrunde mit einem Gerät läuft ohne Anmeldung direkt im Browser, auf Android, iPhone, Tablet und Laptop. Ein Konto braucht nur, wer online über das Internet spielen oder seine Stammrunde speichern will.

Was, wenn die Runde die Augen nicht zulassen kann?

Dann wählt der Gastgeber die Nachtart „Reihum". Niemand schließt die Augen; das Gerät wandert jede Nacht durch alle Hände, jeder hält es gleich lang, und wer keine Rolle hat, notiert sich einen Verdacht. Von außen sieht jeder Griff gleich aus.

Was passiert, wenn das Handy ausgeht oder jemand sich vertippt?

Der Server hält die Partie. Seite wieder öffnen, „Zurück an den Tisch" antippen, und es geht an derselben Stelle weiter. Der Gastgeber kann außerdem im Menü „Nacht neu beginnen" wählen, dann springt die laufende Nacht an ihren Anfang zurück.

Eignet sich das für Kinder oder eine Klassenfahrt?

Ja. Wolfrunde hat eine Bilderwelt für Familien und eine für Jugendliche, die Nachtart „Reihum" für Runden, die nicht verlässlich die Augen schließen, und die Rollenauswahl lässt sich auf Werwolf, Dorfbewohner und Seherin beschränken. Ein Handy und ein Lautsprecher reichen für die ganze Gruppe.

Gleich ausprobieren? Auf der Startseite „Tischrunde eröffnen" antippen, Namen eintragen, los. Die Regeln und alle 28 Rollen stehen in den Werwolf-Spielregeln.